150 Jahre Durheim-Ausgaben

Darunter versteht man die Zumstein-Nummern 13 bis und mit 20, also die Orts-Post, Poste Locales und sämtliche Rayon-Marken. Die Nummern 13 bis und mit 16 erschienen 1850, die 17II 1851 und alle roten Rayons schliesslich 1852. Gültig waren aber alle zusammen bis zum 30.09.1854.

Wie könnte man nun diese erste Durheim-Ausgabe von 1850 schöner dokumentieren, als mit einem Brief mit nicht weniger als drei dieser Ausgaben? Die Kombination 13I/15II/16II ist sehr selten zu finden. Bisher habe ich davon nur fünf solcher Ganzbriefe registriert. Allerdings handelt es sich bei den andern Briefen um „gewöhnliche" Dreifarben-Frankaturen. Nicht so aber bei unserem heutigen Titelbild!

Denn hier haben wir es ausser einer Dreifarben-Frankatur zusätzlich noch mit einer der zweifelsohne grössten Alt-Schweiz-Seltenheiten zu tun, nämlich mit einem verkehrten Gelbdruck bei der Rayon II!

Briefausschnitt
Vergrösserung

Von letzteren kennen wir bis heute 12 Stücke, davon sind zwei auf Brief (incl. das heutige Titelbild). Im Vergleich dazu sind etwa 26 Stücke der Rayon II mit vollständiger Kreuzeinfassung registriert. Der verkehrte Gelbdruck ist also mehr als doppelt so selten. Uebrigens handelt es sich hier um Stein A1, Obere Gruppe, Type 20.
 
In einem mehrseitigen Brief vom 26.12.1967 schrieb mir Dr. Streiff zu diesen verkehrten Gelbdrucken, dass er klar der Meinung sei, dass sie alle von nur einem einzigen Bogen (= 80 Marken) stammen. Man kann auch heute noch nicht beweisen, dass es zwei Bogen gegeben hat, jedenfalls hat man noch kein Bogenfeld zweimal gefunden bisher. Wenn ich mir selber die Existenz von möglicherweise zwei 80er Bogen denken könnte, so überhaupt nicht auf Grund von verschiedenen Nuancen des Gelbdrucks. Der gelbe A1-Stein ist sonst ja ausserordentlich vielfältig an Farbnuancen. Hier scheinen aber alle bekannten Stücke von der Gelbdrucknuance her mehr oder weniger identisch zu sein. Hingegen weist der Schwarzdruck beim verkehrten Gelbdruck des Titelbildes eine ordentlich hellere, grauere Nuance auf, als sie bei den andern Stücken zu beobachten ist.
 
Dr. Streiff kannte damals lediglich sechs Stücke, Werner Städeli erwähnte mir in einem Brief vom 15.11.88, deren acht, die ihm bekannt seien. Selber konnte ich jedoch weltweit bisher insgesamt 12 Stücke nachweisen, die sich allerdings nicht im Handel befinden.
 
Für mich nebst dem 16I-Brief im Postmuseum wohl der mit Abstand bedeutendste Durheim-Brief überhaupt, den ich kenne.
 
Vergleichen Sie dazu den ausführlichen Artikel über die verkehrten Gelbdrucke der Rayon II in unserem Alt-Schweiz-Katalog aus dem Jahre 1985.
 
Selbstverständlich sind wir am Erwerb solcher Stücke jederzeit interessiert.

Aktuelles Angebot
 2008
Newsletter

Bestellen Sie jetzt unseren kostenlosen E-Mail Newsletter.

Oder tragen Sie Ihre E-Mail Adresse aus dem Newsletter Verteiler aus.

Sprache:
Aktion:
E-Mail:

deutsch englisch

© 2009 Honegger Philatelie AG, 8716 Schmerikon