Seit einigen Jahren schon war beabsichtigt, diese Datei zu publizieren. Das ist deshalb bislang unterblieben, weil mir die Ausbeute ganz einfach zu gering erschien und wir zunächst möglichst sämtliche überhaupt greifbaren Auktionskataloge (z.T. seit den 20er Jahren) aufarbeiten wollten. Dies ist in diesem Jahre geschehen. Zusammen mit einigen wenigen Ergänzungen, die mir freundlicherweise von Prüferseite noch gemacht worden sind, kann man davon ausgehen, dass jetzt der überwiegende Teil der überhaupt existierenden Briefe (und Vorderseiten) erfasst worden sind. Weggelassen haben wir Briefstücke.
| Datum | Abgangsort | Bestimmungsort | Zu-Nr | Einheit | Art |
| 07.04.1851 ? | Aadorf | Thundorf | 14II/15II | PW/ | B |
| 29.6.1851 | Zürich | Mühlehorn | 14I/14II | B | |
| 1.7.1851 | Bern | Bern | 14II | B | |
| 7.7.1851 | Bern | Eriswil | 14II/17II | B | |
| 11.7.1851 | Wangen an der Aare | 14II/16II | B | ||
| 11.7.1851 | Bern | Bern | 14II | B | |
| 24.7.1851 | Bern | 14II | B | ||
| 25.7.1851 | Bern | 14II/16II | B | ||
| 25.7.1851 | Münsingen | Wynigen | 14II/16II | B | |
| 2.9.1851 | Winterthur | Elgg (Neurüti) | 14II/17II | /Pw | B |
| 14.9.1851 | Amriswil | Ottoberg (Boltshausen) | 14II | B | |
| 20.9.1851 | Büren an der Aare | Trachselwald | 14I/14II | B | |
| 24.9.1851 | Wädenswil (Waedenschwiel) | Zürich | 14II/17II | B | |
| 26.9.1851 | Hörhausen | Tobel (TG) | 14II/15II | Pw/ | B |
| 8.10.1851 | Zurzach | Aarau | 14II | 3w | B |
| 11.10.1851 | Bülach | Kloten | 14II/16II | B | |
| 13.10.1851 | Andelfingen | 14II/16II | B | ||
| 16.10.1851 | Lenzburg | Reinach | 14II | 2e | B |
| 25.10.1851 | Schaffhausen | 14II/16II | B | ||
| 29.10.1851 | Diessenhofen | Andelfingen | 14II/17II | VS | |
| 10.11.1851 | Meilen | Oetwil am See | 14II/16II | B | |
| 18.11.1851 ? | Meilen | Uetikon am See | 14II/16II | B | |
| 27.11.1851 | Pfäffikon | Wädenswil (Wþdenschweil) | 14II/17II | B | |
| 28.11.1851 | Diessenhofen | Frauenfeld | 14II/16II | B | |
| 11.??.1851 | Schaffhausen | Steckborn | 14II | B |
Ein Fragezeichen muss ich zum ersten Brief von Aadorf machen, weil er auf der Vorderseite kein Datum trägt. Die Angabe vom 07.04.1851 muss aus dem Inhalt stammen - und dies wäre nochmals zu überprüfen. Denn dieser Brief fällt in der Statistik tatsächlich etwas aus dem Rahmen. Die Verwendungszeit dieser Nummer 14II fällt sonst recht genau in die Zeit zwischen Ende Juni 1851 und dem Jahresende 1851. Es scheint sich dabei - wie schon Fritz Moser immer behauptete - um eine Aushilfsausgabe gehandelt zu haben, weil die Vorrate an 2 1/2 Rappen-Marken nicht bis zum Datum der Währungs-und Taxreform vom 1.1.1852 ausreichten. Es macht weiter den Anschein, dass Durheim eine solche Aushilfsausgabe nicht nur mit dem Druckstein der Poste Locales erstellt hatte, sondern wohl auch mit jenem der Orts-Post- Marken, wo es (wegen erfolgter Plattenabnützung) zu den ebenso interessanten und noch selteneren Fällen der gleichen, resp. versetzten Typen gekommen ist. Dazu mehr in einem späteren Artikel.
Auch auf die Seltenheitsverhältnisse zwischen den teuersten Schweizer Marken auf Brief möchte ich in einem eigenen Artikel später eingehen. Für heute nur soviel: nach unseren Aufzeichnungen kann man jedoch heute schon sagen, dass die 14II auf Brief (egal in welcher Kombination) mehr als dreimal seltener ist, als eine Doppelgenf auf Brief ! Das kommt in den Katalogpreisen heute noch keineswegs zum Ausdruck! Weniger überrascht hat das Verhältnis der losen 14II zu den Briefen 14II, welches in etwa bei 10:1 liegt.
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