Dieser Brief der ersten Gewichtsstufe (bis 7,8 Gramm) im 2. Briefkreis
(10-25 Wegstunden = bis 120 Kilometer) ist nicht nur ein ausserordentlich spektakulärer Ausstellungsbrief, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach sogar ein Unikat! Denn nach T. Abele existiert kein weiterer Viererstreifen der Winterthur auf Brief! Gewisse qualitative Einschränkungen (Bug durch zweite, Risschen in vierter Marke) sind bei solch grossen Einheiten zu erwarten (es gibt ja gar keine besseren Stücke!) und nicht von Bedeutung.
Bekannt sind wohl noch andere Briefe mit vier Winterthur, so z.B. ein (höchst fraglicher) Brief mit zwei Paaren, die datummässig aber kaum auf den Brief vom 04.10.50 von Zürich gehören und dessen Abgangsstempel üderdies auch nachgemalt sein dürfte und dann der Brief vom 15.10.50 von Ebmatingen nach Schottikon mit einem senkrechten Paar und zwei Einzelstücken (von uns
1983 verkauft). Hier handelt es sich zwar um die gleiche Portostufe, aber
eben: nicht um einen Viererstreifen. Die Prüfer Hunziker und Rellstab erwähnen beide, dass der Brief Bestandteil der Sammlung Seybold in den USA war, die 1910 im Collectors Club in New York versteigert worden ist.
Rellstab erwähnt ausserdem, dass der Brief hernach in der Burghard-Collection gewesen sei. Im diesbezüglichen Auktionskatalog von 1943 ist er aber nicht aufgeführt. Möglich, dass Emil Rellstab dies mit Henry J.
Duveen verwechselt hat. Ein ganz aussergewöhnliches Alt-Schweiz-Ausstellungsstück und eines der Top-Stücke der Winterthurmarken.
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